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Blumendesign: Worauf es bei einem gelungenen Blumenstrauß ankommt

Der aufrecht gebundene Biedermeier-Strauß wird opulent und überfüllig in einer kunstvollen Papierrosette arrangiert. Seine kompakte Bauart erlaubt die Nutzung kurzer Schnittblumen.

Ebenso füllig kann der runde Strauß erscheinen, er ist jedoch lockerer, wirkt dadurch leichter und doch voller. Hier eignen sich mittellange Stiele am besten, die spiralig gebunden das Volumen entfalten.

Eher puristisch erscheint die Ikebana-Technik. Hier sind meist nur 3 Stiele in 3 Richtungen angeordnet. Diese Schlichtheit wünscht sehr ausgewähltes Material, um die passende Wirkung zu erreichen.

Die lineare Bindung wird eher für Reisig oder Halme genutzt. Dabei werden streng-geometrische Formen gebildet, die an den Baustil der 1960er erinnern. Hier ist vielmehr von einem Arrangement, als von einem Strauß zu sprechen.

Bei Farbwahl und Zusammenstellung ist, egal welcher Stil und welche Bauart es auch sei, immer darauf zu achten, dass die dominante Blüte in ungerader Anzahl anwesend ist. Beim Biedermeier ist schon vom Konstrukt her nur ein Zentrum, um das sich alles „dreht“. In einem frei gestalteten runden Strauß mag es nicht bewusst auffallen, wenn die dominante Blüte in gerader Anzahl eingearbeitet wurde, doch sein Anblick wirkt immer ein wenig schlecht gewürzt. Das liegt daran, dass ungerade Zahlen Gefühle, gerade Zahlen Fakten symbolisieren.